BMW i3: Pick-up-Umbau
So haben wir den kleinen BMW noch nie gesehen

Ein BMW i3 als Pick-up? Ein US-Youtuber hat dem kleinen E-Auto das Heck abgeschnitten und ihm eine Ladefläche verpasst – für erstaunlich wenig Geld.
Bild: Michael Pick / Youtube
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Der erste BMW i3 aus den 2010ern steht für vieles: mutig, avantgardistisch, haltbar. Aber nicht dafür, ein Lastenesel zu sein. Bis jetzt. Denn ein US-Amerikaner hat einen i3 jetzt zum Pick-up umgebaut!
Der vermutlich erste BMW-Elektro-Zwerg mit Ladefläche ist das Werk des Youtubers Michael Pick. Selbstredend hat er den Umbau im Video festgehalten. Und das Ganze war sehr günstig: Nur knapp 8000 US-Dollar (rund 7200 Euro) hat der Pick-up gekostet.
Größter Posten war der i3. Den hat Michael Pick für 5800 Dollar auf einer Online-Auktion ersteigert. Dabei handelt es sich um ein Auto aus dem Baujahr 2017 – damals standen 170 PS und 250 Nm Drehmoment auf dem Datenblatt. Die Laufleistung ist mit über 160.000 Kilometern beachtlich. Vermutlich auch, weil es die sogenannte "REx"-Version ist – also ein i3 mit Range Extender, der die "Reichweitenangst" zum Fremdwort machte.
Die komplexe Technik erschwerte allerdings die Transformation zum Pick-up, denn der unter dem Kofferraum sitzende Benziner zur Reichweitensteigerung sollte weiterhin erreichbar bleiben. Er braucht wie jeder Verbrenner regelmäßige Ölwechsel.

Mit 395 Kilo Zuladung ist der BMW i3 nicht unbedingt als Pick-up prädestiniert.
Bild: Michael Pick / Youtube
Für den Umbau musste der obere Teil der Carbon-Fahrgastzelle ab der Mitte der hinteren Türen weichen. Natürlich flogen auch die Rücksitze raus.
Für das Low-Budget-Projekt blieben die meisten elektronischen Teile erhalten. Das gilt auch für die Rückleuchten – selbst wenn es auf den ersten Blick anders aussieht. Die Original-LED-Panels fanden Platz in neuen, 3D-gedruckten Abdeckungen. Rückwand und Ladefläche fertigte Michael Pick aus Sperrholz an. Zur Wartung des Benziners lässt sich die Ladefläche mit wenigen Schrauben entfernen.
Einen Reichweitentest unternahm Pick nicht, doch die Konstruktion dürfte so schwer sein, dass die ursprüngliche Reichweite von 240 Kilometern (nach dem damals gängigen weniger strengen NEFZ-Zyklus) ordentlich nach unten gedrückt wird.
Optisch ist das Ergebnis des Pick-up-Umbaus skurril. Während das Profil recht harmonisch wirkt, lässt die Rückansicht den i3 ziemlich gedrungen wirken.
Der Nutzwert der schmalen, recht kurzen Ladefläche wirkt nicht besonders hoch. Michael Pick unternahm mit seinem neuen Pick-up als Erstes einen Ausflug zum Baumarkt. Um das dort erstandene Holz transportieren zu können, musste er es mehrfach durchsägen.
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